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Posse um die Entwicklung des Fahrradverkehrs

Im Saarbrücker Rathaus spielt sich derzeit mal wieder eine unglaubliche Posse ab. So hat sich die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit auf Drängen der Grünen in ihrem Koalitionsvertrag große Ziele für die Entwicklung des Radverkehrs in Saarbrücken gesetzt. Damit sollte Saarbrücken zu einer fahrradgerechten Stadt werden, der Anteil des Radverkehrs in den nächsten fünf Jahren verdreifacht und ein Fahrradverleihsystem aufgebaut werden. Um dies zu erreichen, sollte die Stelle des städtischen Fahrradbeauftragten auf eine Vollzeitstelle aufgestockt werden. Ohne Not, nur damit der grüne Umweltdezernent Kajo Breuer weiterhin seine Daseinsberechtigung hat, wurden dann Teile des Baudezernats, darunter auch das Amt des Fahrradbeauftragten, zu ihm geschaufelt.
Jetzt der Knüller: Diese Stelle ist seither unbesetzt, denn der bisherige, bewährte und anerkannte Stelleninhaber ist im Baudezernat geblieben. Ausgerechnet unter einem grünen Umweltdezernenten findet in Saarbrücken keine Radpolitik mehr statt. Dagegen waren die Radfahrer vorher bei Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer und dem ehemaligen Fahrradbeauftragten in guten Händen.
Zunächst legte Dezernent Breuer in dieser Sache monatelang die Hände in den Schoß: Es geschah nichts. Jetzt, nachdem das Fehlen des Fahrradbeauftragten öffentlich wurde, herrscht in der Verwaltung eifrige Betriebsamkeit. Angeblich suche man schon länger nach Möglichkeiten, diese Stelle organisatorisch und inhaltlich so auszugestalten, dass eine grüne Radpolitik auch umsetzbar sei. Im Klartext heißt das: Nur um jemanden mit dem „richtigen“ Parteibuch mit einem Posten zu versorgen, wurden bewährte Strukturen zerschlagen. Rot-rot-grüne Personal-(Filz-)Politik in Reinkultur!